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GESUNDHEIT OHNE GRENZEN IM BODENSEERAUM: Kommission Gesundheit und Soziales der Internationalen Bodenseekonferenz tagt

Neutrauchburg – Auf Einladung des Ministeriums für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg tagt die Kommission Gesundheit und Soziales der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) am 19. Januar 2010 im Schloss Neutrauchburg. Gegenstand der Beratungen ist das weitere Zusammenwachsen der Gesundheitsregion Bodenseeraum.
Ein Schwerpunkt der ersten Kommissionssitzung im neuen Jahr ist das Modellprojekt zur grenzüberschreitenden Versorgung von Schlaganfallpatienten, das die Waldburg-Zeil Kliniken seit mehr als zwei Jahren gemeinsam mit den österreichischen Partnern möglich gemacht haben. Vorarlbergische Schlaganfallpatienten werden nach der Behandlung im österreichischen Krankenhaus Rankweil zur Frührehabilitation nach Wangen in Baden-Württemberg geschickt.
Fachkliniken Wangewn mit grenzüberschreitender Kooperation
Die ambulante Rehabilitation erfolgt dann in enger Absprache mit den Ärzten der Fachkliniken Wangen wiederum in Vorarlberg. Damit haben sich die Wege für die österreichischen Patienten deutlich verkürzt. „Wohnortnahe qualifizierte Behandlung und Rehabilitation tragen maßgeblich zum Genesungsprozess der Patienten bei“, so die Erfahrung der drei beteiligten Gesundheitsdienstleister.
Die Mitglieder der Kommission der IBK werden deshalb zunächst die Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen besichtigen. Krankenhausdirektor Hans-Jürgen Wolf und der Chefarzt der Neurologie, Dr. Raimund Weber, werden den Gästen Anliegen und Inhalte ihrer Arbeit im Dreiländereck Schweiz, Österreich, Deutschland erläutern. „Wir sehen hier sehr positive Entwicklungen hin zu einem grenzüberschreitenden Gesundheitsraum, der vor allem für die Patientinnen und Patienten von Vorteil ist“, betont der Vorsitzende der Kommission Roman Wüst, Generalsekretär im Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen, und weist darauf hin, dass gerade solche Projekte im Bodenseeraum auch das grenzüberschreitende Miteinander der Gesundheitsdienstleister weiter vertiefen.
Tagung auf Schloss Neutrauchburg
Bei der anschließenden Tagung der Kommission auf Schloss Neutrauchburg stehen folgende weitere Themen zur Diskussion: Die Vorbereitung einer Fachtagung zur Abstimmung über Angebots- und Versorgungsplanung im Bereich der stationären Versorgung, die grenzüberschreitende Nutzung der Möglichkeiten von E-Health und Telemedizin sowie die Vorbereitung einer gemeinsamen Veranstaltung anlässlich des Europäischen Jahres zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010. Ein weiteres wichtiges Thema im Bodenseeraum ist seit einiger Zeit die Harmonisierung der Ausbildung in Pflegeberufen. Wie das Ziel einer besseren Harmonisierung erreicht werden kann, wird der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Liebenau, Dr. Berthold Broll, vorstellen.
Turnusgemäß wird die nächste Sitzung im April im Kanton Zürich stattfinden.
Weitere Informationen:
Internationale Bodenseekonferenz
Die 1972 gegründete Internationale Bodenseekonferenz (IBK) ist ein kooperativer Zusammenschluss der Regierungen der an den Bodensee angrenzenden und mit ihm verbundenen Länder Baden-Württemberg und Bayern (Deutschland), der Kantone Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St. Gallen, Appenzell-Außerrhoden, Appenzell-Innerrhoden (Schweiz), dem Fürstentum Liechtenstein sowie Vorarlberg (Österreich). Im Kerngebiet der "Regio Bodensee" wohnen auf rund 14.460 Quadratkilometern etwa 3,6 Millionen Menschen. Ziel der IBK ist es, die Bodenseeregion als attraktiven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten und zu fördern und die regionale Zusammengehörigkeit zu stärken. Sie bildet den Kern eines breit gefächerten Netzwerkes der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Bodenseeregion.
Die Konferenz der Regierungschefs der Mitgliedsländer und -kantone berät einmal im Jahr über wichtige gemeinsame politische Anliegen und Zielsetzungen der Bodenseeregion und beschließt das Arbeitsprogramm des kommenden Jahres. Sie verabschiedet auch Empfehlungen und Resolutionen, z.B. an die Bundesregierungen oder europäische Institutionen, um auf die Anliegen der Bodenseeregion im nationalen und internationalen Umfeld aufmerksam zu machen. Vorsitzender der IBK ist der Regierungschef eines Mitgliedslandes oder -kantones (oder ein anderes Mitglied der Regierung). Seit 2003 wechselt der Vorsitz jährlich. Für 2010 hat der Landeshauptmann von Vorarlberg, Dr. Herbert Sausgruber, den Vorsitz übernommen.
Die Bodenseekommission verfügt über mehrere Gremien wie zum Beispiel den ständigen Ausschuss, ein Gremium leitender Beamter aus den Mitgliedsländern und -kantonen. Der Ständige Ausschuss agiert als vorbereitendes und ausführendes Organ der IBK und befasst sich mit grundsätzlichen Fragen. Er tagt mehrmals jährlich, in der Regel dreimal pro Jahr. Darüber hinaus tagen verschiedene Kommissionen/Projekt- und Arbeitsgruppen zur Vorbereitung und Durchführung der Beschlüsse der Konferenz der Regierungschefs und des Ständigen Ausschusses. Eine davon ist die Kommission Gesundheit und Soziales, die seit 12 Jahren als eigenständige Kommission besteht.
Kontakt: IBK-Geschäftsstelle, Benediktinerplatz 1, D-78467 Konstanz, info@bodenseekonferenz.org
Weitere Informationen unter www.bodenseekonferenz.org .
Die Waldburg-Zeil Kliniken sind eine privatwirtschaftlich geführte Klinikgruppe. Zu den Waldburg-Zeil Kliniken gehören derzeit 18 Einrichtungen. Davon sind zwei Akutkrankenhäuser der Grund- und Regelversorgung, zwei Fachkliniken mit Akut- und Rehabilitationsmedizin und neun Rehabilitationskliniken sowie zwei Seniorenresidenzen und ein Therapeutisches Bewegungszentrum sowie eine Beteiligung.
Die Medizinischen Schwerpunkte sind:
im Rehabilitationsbereich: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Onkologie, Orthopädie, Rheumatologie, Psychosomatik, Unfall-/Verletzungsfolgen, Pneumologie, Neurologie, Allergologie, Kinderrehabilitation (mit Schule), Schmerztherapien, Sportrehabilitation, Geriatrische Rehabilitation;
im Akutbereich: Orthopädie (invasive Schmerztherapie), Rheumatologie mit Rheumaambulanz, Pneumologie, Weaning (Beatmungsentwöhnung), Neurologie, Thoraxchirurgie, Allergologie, Intensivmedizin, Allgemein- und Gefäßchirurgie, Unfall-/Wiederherstellungschirurgie und Endoprothetik, Innere Medizin, Gynäkologie/Geburtshilfe, Augenheilkunde
Das SMO Neurologische Rehabilitation gilt als Pionier der ambulanten und tagesklinischen Rehabilitation in Vorarlberg. Etwa 1.100 Menschen – vorwiegend Schlaganfall-Patienten und Personen mit Schädel-Hirn-Verletzungen – werden jedes Jahr in den vier SMO-Ambulatorien in Bregenz, Dornbirn, Feldkirch und Bludenz/Bürs betreut.
Das Landenskrankenhaus Rankweil verfügt über die einzige Neurologische Abteilung in Vorarlberg mit 92 Betten, verteilt auf fünf Stationen. Die Ambulanz bietet fachspezifische Untersuchungen wie Elektroenzephalographie (EEG), -neurographie (ENG) u. -myographie (EMG) sowie Evozierte Potentiale (EVP) und Neurosonographie inkl. TCD.). |
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