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2. MEDIZINISCHES SYMPOSIUM Gelenkchirurgie im Wandel der Zeit - Abstract

Prof. Dr. Karl Tillmann
Gelenkchirurgie im Wandel der Zeit:
Rückschau und Ausblick
Für eine selbstbestimmte, unabhängige Gestaltung besonders des späten Lebensabschnittes ist der Erhalt der Bewegungsfunktionen von ausschlaggebender Bedeutung. Diese hängen hauptsächlich vom Zustand der Gelenke ab.
Vorwiegend sind es degenerative Veränderungen – Arthrosen, die sich funktionseinschränkend auswirken und durch Schmerzen die Lebensqualität beeinträchtigen. Noch gravierender wirken sich oft entzündlich-rheumatische Gelenkkrankheiten aus, deren Häufigkeitsgipfel vor allem bei Frauen im sechsten Lebensjahrzehnt liegt.
Das große Ziel der Gelenkchirurgie ist es, diese Veränderungen möglichst zu kompensieren und ihr Fortschreiten zu begrenzen, auch wenn von einer „Heilung“ nicht ausgegangen werden kann.
Erfolge und Probleme der Hüft- und Kniegelenksendoprothetik sind mittlerweile allgemein und nicht nur in Fachkreisen bekannt. Dennoch gibt es immer noch viele offene Fragen, besonders im Einzelfall.
Anhand von weniger geläufigen Beispielen auch anderer Gelenke soll versucht werden, Entwicklungen in der Gelenkchirurgie verständlich zu machen und allgemein gültige Planungs- und Behandlungsprinzipien zu erklären.
Trotz vielfach schon akzeptabler Standards gehen die Aktualisierungsarbeiten ständig weiter, wobei keineswegs jede Neuerung als Fortschritt zu werten ist. Eine kritische Stellungnahme wird versucht. Diese kann allerdings nicht frei von subjektiven Wertungen sein, die von jahrzehntelangen Eigenerfahrungen in Entwicklung und Anwendung geprägt sind. |
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